Ausgangslage
Eine Zürcher Privatbank mit 320 Mitarbeitenden hatte innerhalb von zwei Jahren drei Mitglieder der Geschäftsleitung verloren. Die verbliebenen fünf Personen arbeiteten zwar fachlich kompetent, kommunizierten aber kaum miteinander über strategische Fragen. Entscheidungen dauerten Wochen, weil jede Abteilung für sich arbeitete und Abstimmungen nur per E-Mail stattfanden.
Programm
Wir starteten mit dem Intensiv-Programm (5 Tage) und gingen danach in die Quartals-Begleitung über 12 Monate. In der ersten Woche arbeiteten wir ausschliesslich an realen Entscheidungen, die seit Monaten aufgeschoben worden waren: die Zusammenlegung zweier Abteilungen, die Neubesetzung einer Schlüsselposition, die Reaktion auf eine regulatorische Änderung.
Die Quartals-Begleitung konzentrierte sich auf die Sitzungskultur. Wir führten ein neues Sitzungsformat ein: 90 Minuten, maximal drei Traktanden, schriftliche Entscheidungsvorlage vorab. Daniel Brügger begleitete die ersten vier Sitzungen als Beobachter und gab anschliessend Feedback.
Ergebnisse nach 12 Monaten
Entscheidungsdauer: -62 %
Kaderfluktuation: von 22 % auf 9 %
Mitarbeiterzufriedenheit: +14 Punkte
Die Mitarbeiterzufriedenheit wurde mit dem gleichen Fragebogen gemessen wie vor Programmbeginn (interne Befragung, 78 % Rücklaufquote). Die Entscheidungsdauer erfassten wir anhand von Protokollen: durchschnittliche Zeit zwischen Erstbesprechung eines Themas und formalem Beschluss.